Der Norddeutsche Lloyd (NDL) wurde am 20. Februar 1857 von den Kaufleuten Hermann Henrich Meier und Eduard Crüsemann gegründet. Der NDL war einer der wichtigsten wirtschaftlichen Akteur*innen der deutschen Kolonialzeit. Der Norddeutsche Lloyd stieg innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten Europäischen Schifffahrtsunternehmen auf. Er erwirtschaftete Geld durch den Transport von Auswanderer*innen in die USA, dem Import von sogenannten Kolonialwaren wie z.B. Baumwolle nach Deutschland und der Erschließungen der maritimen Infrastruktur im Pazifik. Diese Postdampferverbindung war eine grundlegende Voraussetzung für die Kolonisierung von Inseln im Südpazifik.
Außerdem gehörte der NDL zu einem der ersten Tourismusanbieter. Sie haben Reisen nach Amerika, Afrika und Asien angeboten. Die Plakate, mit denen die Reisen beworben wurden, waren mit den stereotypischen Vorstellungen über diese Orte, welche die Leute in Europa erzählt bekommen haben, gestaltet. Zum Beispiel haben sie mit der Darstellung eines halbnackten muskulösen Körpers eines Massai-Kriegers und der entblößten Brust einer Massai als Werbung für deren Afrika-Linien gezielt auf die Sexualisierung Schwarzer Körper gesetzt.
Weitere Orte
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Ohamakari Mahnmal
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