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Die Bremer Handelskammer
Die Bremer Handelskammer mit ihrem Sitz im Schütting am Bremer Marktplatz, gegenüber des Rathauses, vertritt seit 1849 die Interessen der Bremer Wirtschaft. Schon ab 1537/38 war der Schütting Sitz der Bremer Kaufmannschaft, des Vorgängers der heutigen Bremer Handelskammer. Das koloniale Engagement Bremer Akteur*innen und Institutionen wurde mitunter durch die Strukturen der Handelskammer ermöglicht.
Akteur*innen des Versklavungshandels im 17. Jahrhundert waren Mitglieder der Bremer Handelskammer. So z.B. Schlüsselpersonen wie der “Kaufmann” Johannes Christoph Achelis, welcher zudem die Bremer Abteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft leitete.
Auch nach dem Ende der offiziellen Kolonialisierung setzte sich die Handelskammer Bremen für die Fortführung der sogenannten “Handelsbeziehungen” mit der ehemaligen Kolonie Togo ein. Togo wurde im Zuge des Versailler Vertrages zwischen Frankreich und Großbritannien aufgeteilt. Ihren Unmut über das Ende der Kolonialzeit drückte die Bremer Handelskammer mit der Organisation pro-kolonialer Kundgebungen im März 1919 aus.