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Ohamakari Mahnmal
Das Ohamakari Mahnmal, welches am 11. August 2009 eingeweiht wurde, befindet sich direkt neben dem Antikolonialdenkmal, dem "Elefanten", hinter dem Bremer Hauptbahnhof. Es bezieht sich auf den Völkermord an den Herero, Nama, Damara, San und Ovambo von 1904 bis 1908 im heutigen Namibia, das von 1884 bis 1915 noch die deutsche Kolonie Deutsch-Südwestafrika war.
Als ab 1904 die Lebensbedingungen immer schlechter wurden, beschlossen die Herero unter ihrem Chief Maharero der deutschen Kolonialmacht den Krieg zu erklären. Nach der Niederlage floh der größte Anteil der Herero in die Omaheke Wüste. Durch den Vernichtungsbefehl vom Kommandeur der deutschen Schutztruppen, Generalleutnant Lothar von Trotha, wurden daraufhin knapp 65.000 Männer, Frauen und Kinder der Herero sowie ihre Nutztiere getötet.
Der Krieg der Nama unter der Führung von Hendrik Witbooi gegen die Besatzer*innen begann kurze Zeit später, woraufhin über 10.000 von ihnen und den Damara durch einen Feldzug "der verbrannten Erde" getötet wurden. Hinzu kommt noch, dass unzählige Menschen in den Folgejahren an den mörderischen Lebensbedingungen in den Internierungslagern sowie an den Folgen der Zwangsarbeit starben.
Der Krieg der Nama unter der Führung von Hendrik Witbooi gegen die Besatzer*innen begann kurze Zeit später, woraufhin über 10.000 von ihnen und den Damara durch einen Feldzug "der verbrannten Erde" getötet wurden. Hinzu kommt noch, dass unzählige Menschen in den Folgejahren an den mörderischen Lebensbedingungen in den Internierungslagern sowie an den Folgen der Zwangsarbeit starben.
Entworfen wurde das Mahnmal vom Bremer Künstler Thomas Gatter. Nach dem Konzept des Künstlers teilt die Kreisform sich in eine "sprechende" Hälfte - der Raum der Toten - und eine "lauschende" Hälfte - den Raum der Lebenden. Hierbei stehen die vier großen Steine für die jeweils beteiligten Seiten: Darunter wären Deutschland und Namibia als staatliche Partner des Versöhnungsprozesses und die namibischen Opfergruppen und die Nachkommen der deutschen Siedler als Besiegelnde. Der Kiesgrund symbolisiert hierbei die Basis der Erinnerung, denn ohne Erinnerung gibt es keine Aussöhnung. Farmarbeiter*innen und Jugendliche aus Okakarara am Waterberg waren beim Sammeln der Steine für das Rondell beteiligt. Sie wurden von einem Grundstück einer weißen Farmerfamilie zur Verfügung gestellt, die noch heute von der kolonialen Landenteignung profitiert.
Wie stehen die Nachkommen der Opfer des Völkermordes zu dem Mahnmal?
Schon vor der Einweihung hatte Frau Esther Utjiua Muinjangue, eine Vertreterin des namibischen Ovaherero-Genozid Komitees das Mahnmal stark kritisiert. „Die Opfergruppen seien nicht in die Errichtung des Mahnmals einbezogen worden, deutsche Sympathisanten und Gutmenschen sollten aufhören, Dinge für anstatt mit uns zu tun“, zitiert die namibische Allgemeine Zeitung die Komitee-Vorsitzende. Monumente könnten für sie keine Reparationen ersetzen, heißt es weiter.
Der Künstler selbst äußerte sich, dass die namibische Regierung die Wahl treffen sollte, wer zur Einweihung kommen soll. Die Wahl fiel letzten Endes auf Herrn Professor Peter Katjavivi, welcher sowohl die namibische Regierung vertreten sollte, als auch die Herero, welchen er angehört. Dieser betonte, es stehe den Kritiker*innen zu, ihre Meinung frei zu äußern und ihre Forderungen auszusprechen.