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Brinkmann-Mosaik
1957 als Werbung für Bremer Zigarettenfabrik Martin Brinkmann AG geschaffen. Es zeigt Szenen aus der Tabakproduktion, der Verschiffung sowie der Verarbeitung. Der Brinkmann-Konzern war für seine Tabakimporte aus verschiedenen Ländern Asiens, Amerikas und Arabiens bekannt und gehörte seit Ende des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Tabakproduzenten Europas. Im Mosaik werden Personen of Colour, beim Anbau und Konsum von Tabak dargestellt. Die Ausbeutung und koloniale Gewalt die mit dem Tabakanbau einhergingen werden nicht gezeigt. Versklavung von Menschen und Anbau auf gestohlenem Land in den Kolonien waren die Regel. Der Bremer Kaufmann Hermann Ritter war seit 1900 Eigentümer der Martin Brinkmann AG. Er war NSDAP und SS Mitglied sowie Senator im ersten Bremer Senat unter NS-Herrschafft.
Später wurde er in Berlin sogar Leiter der Fachgruppe Tabakindustrie in der NS-Regierung. Bremen ehrt auch Hermann Ritter bis heute mit einer gleichnamigen Straße.
Im Zweiten Weltkrieg verlor der Konzern viele seiner Handelsbeziehungen in Übersee. Stattdessen beteiligte er sich an der Ausbeutung der Tabakanbaugebiete in der von der Wehrmacht besetzten Sowjetunion sowie am massiven Einsatz von Zwangsarbeit.