Das Übersee-Museum, 1935 in "Deutsches Kolonial- und Überseemuseum" umbenannt, existiert bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts und hat sein Archiv über die Jahre stark ausbauen können.
Es besitzt eine umfangreiche Ausstellung, welche unter anderem alte Möbel, Figuren, Schmuck und auch Skelette von Menschen und Tieren beinhaltet. Ob diese Stücke jedoch auf legitimem Weg in das Museum gelangt sind, ist nicht immer ganz klar.
Ein Viertel der fast 20.000 Stücke der sog. "Afrika-Sammlung" wurde um 1900 herum aus den damaligen deutschen kolonialisierten Gebieten nach Bremen gebracht. Wo genau die Objekte herkommen und welche damals getauscht, gekauft oder geraubt wurden, ist zu großem Teil unzureichend dokumentiert worden.
Das Übersee-Museum erbte außerdem zehn Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges und der nationalsozialistischen Diktatur den Bestand des Lüderitz-Museums, welches zwar im Krieg zerstört wurde, aus welchem die Bestände aber vorher ausgelagert wurden. Bis heute befinden sich noch Stücke in der Sammlung, von welchen die ursprüngliche Herkunft nicht ausreichend geklärt wurde.